Spätestens zu großen Turnieren und Derbys tauchen sie überall auf: Autofahnen am Seitenfenster, Aufkleber auf der Heckscheibe, Schals am Innenspiegel. Fußballfans zeigen ihre Farben gern auch auf der Straße. Grundsätzlich ist das erlaubt, doch es gibt Grenzen, die man kennen sollte.

Die Sicht muss frei bleiben

Die Straßenverkehrsordnung verlangt, dass die Sicht des Fahrers nicht durch Ladung oder Gegenstände beeinträchtigt wird. Ein Schal am Innenspiegel kann je nach Größe und Bewegung zum Problem werden, ebenso große Aufkleber auf der Frontscheibe oder den vorderen Seitenscheiben. Auf der Heckscheibe sind Aufkleber eher unproblematisch, solange zwei Außenspiegel vorhanden sind.

Finger weg vom Kennzeichen

Kennzeichen dürfen weder verdeckt noch verändert werden. Aufkleber, Rahmen oder Fahnen, die Teile des Nummernschilds verdecken, sind verboten und können ein Bußgeld nach sich ziehen. Auch Vereinsaufkleber in der Nähe des Kennzeichens sollten so angebracht werden, dass sie es nicht berühren.

Autofahnen und Tempo

Klemmfahnen am Seitenfenster sind erlaubt, müssen aber fest sitzen. Bei hohen Geschwindigkeiten lösen sie sich leicht und werden für Nachfolgende gefährlich. Viele Hersteller empfehlen eine Höchstgeschwindigkeit, die man ernst nehmen sollte. Auf der Autobahn ist es oft sinnvoller, die Fahne vor der Auffahrt abzunehmen. Wer sie unterwegs verliert, kann für Schäden haften.

Lack und Glas schonen

Aufkleber für Autos sollten wetterfest sein und sich rückstandslos entfernen lassen. Billige Folien bleichen aus oder hinterlassen Klebereste, die den Lack angreifen. Auf Glas lassen sich Aufkleber leichter wieder lösen als auf lackierten Flächen. Wer seine Vereinsliebe dauerhaft zeigen möchte, greift zu hochwertigen Aufklebern und Aufnähern aus dem offiziellen Fanshop.

Fahnen für den Spieltag

Für Fans des TSV 1860 München gibt es neben Aufklebern auch Fahnen in Vereinsfarben, die sich für Balkon, Garten oder die Fahrt zum Spiel eignen. Am Auto gilt: lieber eine gut befestigte kleine Fahne als eine große, die im Wind flattert.

Vereinsfarben am Auto gehören zur Fankultur. Wer Sicht, Kennzeichen und Tempo im Blick behält, kommt ohne Ärger ans Ziel, und die Fahne auch.